Methodik · Prozess · Qualität

So arbeiten wir

Der gesellschaftliche Charakter unserer Arbeit erfordert einen kooperativen Ansatz. Die Planung eines Gebäudes entwickelt sich durch eine Reihe bewusster Entscheidungen von der abstrakten zur konkreten Form, und die folgenden sieben Abschnitte zeigen, wie H3 diese Entscheidungen trifft – bewusst, gemeinsam mit dem Kunden, termingerecht und im Rahmen des Budgets.

„Architekten haben kein Monopol auf gute Ideen. Der gesellschaftliche Charakter unserer Arbeit erfordert einen kooperativen Ansatz – einen Ansatz, der einen Konsens zwischen künstlerischen Leitern, Darstellern, Verwaltungsfachleuten, Bürgern und Behörden gleichermaßen schafft.“
01
Zusammenarbeit und Bürgerbeteiligung

Architekten arbeiten nicht alleine

Die Gestaltung eines öffentlichen oder institutionellen Gebäudes ist keine Ein-Mann-Show. Wir nutzen die Zusammenarbeit, um Entscheidungen gemeinsam zu treffen – durch Workshops, Begutachtungen und Präsentationen, anstatt dem Auftraggeber Entscheidungen nachträglich aufzuzwingen.

Wir strukturieren die Kommunikation in konzentrischen Ringen. Im Zentrum stehen H3 und der Kunde; im nächsten Ring befindet sich das Beraterteam unter unserer direkten Leitung; im darauffolgenden Ring die Interessengruppen – Führungsgremien, Nutzergruppen, Spender, Förderkreise – und im äußersten Ring die breite Öffentlichkeit. Jeder Ring hat seinen eigenen Sitzungsrhythmus, seine eigenen Kommunikationsmittel und seine eigene Rolle bei der Mitgestaltung des Entwurfs.

Die Beteiligung der Öffentlichkeit ist für den Erfolg öffentlicher Projekte von entscheidender Bedeutung. Wir haben sowohl formelle als auch informelle Beteiligungsformate geschaffen – darunter unsere „Coffee and Conversation“-Veranstaltungen –, um die Öffentlichkeit auf sinnvolle Weise einzubeziehen. Wir wissen, dass der Prozess funktioniert, wenn im Laufe der Planungsphase Fragen und Einwände immer seltener werden.

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Programmieren als erster Schritt

Die Programmierung bestimmt das Schicksal des Projekts

Unsere Arbeitsweise beginnt mit der Programmentwicklung und einem direkten Gedankenaustausch zwischen Auftraggeber und Architekt. Die Programmentwicklung umfasst Tabellen und Diagramme, die Aktivitäten und räumliche Anordnungen grafisch veranschaulichen, ergänzt durch detaillierte Angaben zu jedem Raum – Fläche, Raumanforderungen, Deckenhöhen, Akustik, Tageslicht, Gebäudetechnik, Heizung, Lüftung und Klimatisierung sowie Telekommunikation, audiovisuelle und bühnentechnische Anlagen, Sicherheit und Wartung.

Unser Beraterteam prüft und verifiziert alle programmatischen Maßnahmen, die zur Erreichung der Ziele der Einrichtung erforderlich sind, und stützt sich dabei auf die Angaben des Kunden sowie auf unsere eigene Erfahrung bei der Planung, Gestaltung und Errichtung des jeweiligen Gebäudetyps. In dieser Phase wird ein Kostenmodell erstellt, das bei jedem nachfolgenden Meilenstein aktualisiert wird – so werden Entscheidungen mit den größten finanziellen Auswirkungen in voller Kenntnis ihrer Folgen getroffen und nicht erst später entdeckt.

03
Design als Forschung

Alternativen, ehrlich bewertet

Eine erfolgreiche Gestaltungslösung entsteht durch die unvoreingenommene Prüfung glaubwürdiger Alternativen. Wir prüfen verschiedene Optionen hinsichtlich der Gestaltung des Masterplans, des architektonischen Charakters, der Raumplanung, der Wegeführung, der Materialauswahl, der technischen Konzeption und der Zugänge für Wartungszwecke – und bewerten jede einzelne davon im Hinblick auf funktionale Anforderungen, ästhetische Ziele und die Ziele der Gemeinschaft.

Wir gehen jedes Projekt ohne vorgefasste architektonische Vorstellungen an. Wir lassen uns von der bestehenden Struktur einer Gemeinde und dem lokalen Kontext inspirieren. Der Standort und die Programmanforderungen spielen eine wesentliche Rolle bei der Gestaltung von Baukörper, Freiflächen und Fußgängerbereichen, doch auch das bauliche Erscheinungsbild des umgebenden Campus, Stadtteils oder Viertels trägt zum architektonischen Charakter eines neuen Gebäudes bei. Daher hat kein H3-Projekt zu demselben gestalterischen Ergebnis geführt.

04
Qualitätskontrolle

Vier Ansätze, die sich durch alle Phasen ziehen

Die meisten Unstimmigkeiten in Bauunterlagen treten zwischen den einzelnen Fachbereichen auf, nicht innerhalb dieser. Unsere Qualitätssicherungsmethodik ist darauf ausgelegt, diese Unstimmigkeiten zu erkennen, bevor sie die Baustelle erreichen. Vier benannte Vorgehensweisen ziehen sich durch alle Phasen der Planung und Dokumentation.

QA · 01
Redi-Check
Koordination zwischen internen Teams und Beratern durch regelmäßige persönliche und virtuelle Besprechungen – um der Tatsache Rechnung zu tragen, dass die meisten Unstimmigkeiten in den Dokumenten zwischen den Fachbereichen auftreten.
QA · 02
Steady-Check
Regelmäßige Zwischenpräsentationen zur Überprüfung durch leitende Teammitglieder. Dabei werden Details analysiert und Ideen ausgetauscht, bevor sie in den Dokumenten festgehalten werden.
QA · 03
Ein neuer Blick
Eine fachübergreifende Überprüfung unter der Leitung eines vom Projektteam unabhängigen leitenden Mitarbeiters, der darin geschult ist, Dokumente so zu lesen, wie es ein Auftragnehmer tun würde.
QA · 04
Seitenwechsel
In Workshop-Sitzungen werden die Entscheidungsträger durch die Entwürfe geführt, um sicherzustellen, dass ihre ursprünglichen Anmerkungen und Ziele im Laufe der Entwurfsentwicklung korrekt berücksichtigt werden.

Zusammen führen diese Vorgehensweisen zu Unterlagen, die der genauen Prüfung durch Bieter, Auftragnehmer, Behörden und – letztendlich – den Menschen, die das Gebäude täglich nutzen, standhalten.

05
Budgettreue

Wir gehen mit jedem Dollar des Budgets so um, als wäre es unser eigenes Geld

Die Einhaltung des Budgets ist unser Versprechen an den Kunden. Dies beginnt mit der Erkenntnis, dass der Spielraum für Kostenoptimierung zu Beginn eines Projekts am größten und am Ende am geringsten ist – und dass die Planung daher eine Maßnahme des Kostenmanagements und kein bloßer Wunsch ist.

Im Zuge der Weiterentwicklung des Anlagenprogramms erstellen wir ein Gesamtkostenmodell für das Projekt, in dem alle Kategorien mit finanziellen Auswirkungen auf das Projekt erfasst werden, einschließlich Betriebs- und Instandhaltungskosten, und ordnen den einzelnen Elementen des Modells im Laufe der Programmentwicklung die entsprechenden Kosten zu.

In der Regel arbeiten wir von Anfang an mit einem professionellen Kostenplaner zusammen und sammeln kontinuierlich Informationen zu Gestaltungsalternativen, damit wir stets über die nötige Budgetflexibilität verfügen. Es werden frühzeitig Prioritätenlisten für Elemente erstellt, die zwar in das Projekt integriert werden können, bei Bedarf aber auch zurückgestellt werden können. Alternativen – insbesondere für technische und elektrische Anlagen oder architektonische Ausstattungselemente – werden in die Unterlagen aufgenommen, damit Entscheidungen zur Wertoptimierung bewusst getroffen werden und nicht aus der Not heraus.

Die praktische Auswirkung Die gestalterische Intention überdauert den Prozess der Wertoptimierung – gemessen nicht an einzelnen Projektzyklen, sondern an den wiederholten Aufträgen, die H3 über Jahrzehnte hinweg von Kulturinstitutionen, Universitäten und Kommunen erhalten hat.
06
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit beginnt bei den bereits bestehenden Gebäuden

Die Energieeffizienzvorschriften, die vor fünfzehn Jahren den Maßstab für nachhaltiges Design setzten, sind heute in den meisten Regionen, in denen wir tätig sind, gesetzlich vorgeschrieben. Die Einhaltung dieser Vorschriften ist kein Alleinstellungsmerkmal mehr. H3 betrachtet Nachhaltigkeit als ein mehrschichtiges Engagement: Erhaltung steht an erster Stelle, Leistung bildet die Grundlage, Anpassungsfähigkeit ist das langfristige Ziel.

Ebene 01
Erhaltung ist Nachhaltigkeit
Das nachhaltigste Theater ist das, das bereits steht. Der in einem bestehenden Kulturgebäude gebundene Kohlenstoff ist enorm, und ein Abriss zugunsten eines „nachhaltigen“ Neubaus rechnet sich angesichts der CO₂-Bilanz eines Neubaus selten aus. Die sechs Jahrzehnte lange Erfahrung von H3 bei der Sanierung historischer Theater – vom BAM Harvey über das New Amsterdam bis hin zur Radio City Music Hall – ist der größte Einzelbeitrag des Unternehmens zur Nachhaltigkeit.
Ebene 02
Leistung als Maßstab
Energiemodellierung, Gebäudehüllenleistung, bedarfsgerechte Dimensionierung der Haustechnik, Tageslichtnutzung, wassersparende Armaturen. Wir führen diese Arbeiten auf hohem Niveau durch, doch dieser Standard wird zunehmend gesetzlich vorgeschrieben. Der entscheidende Unterschied liegt heute in der Integration – darin, diese Systeme so zu gestalten, dass sie funktionieren, ohne die Akustik, die Sichtverhältnisse oder die architektonische Intention zu beeinträchtigen. H3 hat Projekte realisiert, die von LEED-zertifiziert bis hin zu Platin reichen, wenn institutionelle Kunden eine Zertifizierung verlangen; diese hohen Standards gelten unabhängig davon, ob eine Plakette angestrebt wird oder nicht.
Ebene 03
Anpassungsfähigkeit als langfristiges Ziel
Ein Gebäude, das so konzipiert ist, dass es sich fünfzig Jahre lang an wechselnde Nutzungsanforderungen anpassen kann, ist nachhaltiger als ein Gebäude, das nur für einen einzigen Zweck entworfen wurde, da es seine Nützlichkeit behält. Die Gebäude, die wir im Jahr 2055 abreißen müssen, sind jene, die heute zu eng gefasst entworfen werden. Wir planen mit Weitblick – im Hinblick auf Umnutzungen, auf die Weiterentwicklung der Nutzung und auf das zweite und dritte Leben, das Kulturgebäude unweigerlich haben.
07
Lieferung & die langfristige Beziehung

Das Gebäude, das eröffnet wird, ist das einzige, das zählt

Die Wirksamkeit unseres Projektmanagements misst sich nicht an einzelnen Leistungen, sondern an der Anzahl der wiederholten Aufträge für mehrere Projekte, die das Unternehmen erhalten hat. Unsere Zusammenarbeit mit der Brooklyn Academy of Music erstreckt sich mittlerweile über mehr als dreißig Jahre und umfasst das BAM Harvey Theater, das Majestic, das BAMcafé und das BAM Fisher. Unsere Zusammenarbeit mit dem Lincoln Center, dem Theatre for a New Audience und dem McCarter Theatre Center erstreckt sich über einen ähnlich langen Zeitraum.

Die Bauleitung wird als Teil der Planungsphase betrachtet und nicht als Nachbearbeitungsphase. Die Bauherren bleiben während der Dokumentation, der Ausschreibung und der Bauphase involviert – denn der Unterschied zwischen einem guten Zeichnungssatz und einem großartigen Gebäude liegt in der Sorgfalt, die in den Monaten zwischen Ausschreibung und Einweihung aufgewendet wird.

So arbeiten wir – und so würden wir auch mit Ihnen zusammenarbeiten.

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Bei der Einreichung von Ausschreibungen und Angebotsanfragen darf auf unsere Methodik verwiesen und direkt daraus zitiert werden.

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